Sozialpädagogische Tagesgruppe

Die sozialpädagogische Tagesgruppe befindet sich im Herzen von Bad Homburg, zentral gelegen und gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die jüngeren Kinder ist ein Fahrdienst organisiert. Die älteren Kinder kommen in der Regel selbstständig in die Tagesgruppe.  

Die traumapädagogische Ausrichtung orientiert sich an Kindern zwischen 6 und 12 Jahren – wobei eine Aufnahme im Alter von 6 – 10 Jahren stattfindet.

Unsere teilstationäre sozialpädagogische Tagesgruppe ist in einem Einfamilienhaus untergebracht und verfügt über 2 Gruppen- und Essräumen, 2 Spielzimmern, 2 Hausaufgabenräumen sowie einem Mal- und Bastelraum. Die Kinder bekommen ein warmes Mittagessen, das in der eigenen Küche zubereitet wird, eine Zwischenmahlzeit sowie Getränke.  Den Kindern stehen außerdem die einrichtungseigene Turnhalle sowie der integrative Spielplatz zur Verfügung.

 

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Hilfeform

  • Für Kinder und Jugendliche von 6 - 12 Jahre
    Aufnahmealter: 6 – 10 Jahre
  • systemisch traumapädagogische Ausrichtung

 

 

Grundleistungen

  • Gezielte gruppenpädagogische und einzelfallorientierte Arbeit mit dem Ziel, den Kindern/Jugendlichen allgemeine soziale und lebenspraktische Kompetenzen zu vermitteln und ein sinnvolles und altersangemessenes Freizeitverhalten einzuüben
  • Tagesgruppe als pädagogischer Schonraum und psychosoziales Lernfeld; überschaubare Ordnungsstrukturen (Regeln, Grenzsetzungen, Tagesabläufe bzw. Wochengestaltung)
  • regelmäßige gruppenpädagogische Angebote
  • adäquate schulische Förderung im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung
  • gezielte Einzelfallförderung (individuell-strukturiertes Arbeiten mit Kindern)
  • qualifizierte, erlebnispädagogisch strukturierte Freizeitgestaltung
  • feste Bezugspersonen
  • Freizeit- und Ferienprogramm
  • Einüben alltagspraktischer Tätigkeiten (Einkaufen, Fahrtraining, Zubereitung von Mahlzeiten etc.)

Elternarbeit und Familienarbeit

  • Elterngespräche (in der Regel 14-tägig)
  • Familiengespräche orientiert an der systemischen Familientherapie
  • Beteiligungsangebote an die Eltern: Hospitation in der Tagesgruppe, Feiern und Feste, Ausflüge und Freizeitangebote
  • Integration in das soziale Netzwerk bzw. den sozialen Raum
  • Unterstützung/Begleitung bei Schul- und Behördenkontakten
  • Besonderer Bedeutung kommen niederschwellige Angebote im Rahmen der sogenannten Tür-und-Angel-Gesprächen und telefonischer Kontakte zu, um Eltern nicht zu überfordern und ihnen die Möglichkeit zu bieten, Gespräche nach ihrem Bedarf und Möglichkeiten zu finden

Zusammenarbeit mit der Schule

  • regelmäßiger Austausch mit den Klassenlehrern
  • bei Bedarf: Hospitation in der Schulklasse des Kindes/Jugendlichen
  • Zusammenarbeit mit Förderschulkräften

Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen der fallführenden Jugendämter

  • Vorgespräche zur Aufnahme eines Kindes/Jugendlichen
  • Beteiligung an der Fortschreibung der Hilfeplanung
  • Informationsaustausch

Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Fachkräften

  • Erfahrungsaustausch
  • Koordination der Hilfen
  • Beratung und Vermittlung
  • Begleitung der Elternkontakte

Versorgungsleistungen

  • Versorgung mit warmem Mittagessen, einer Zwischenmahlzeit und Getränken. Die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt in der eigenen Küche.
  • Wegeplanung/Fahrdienst: Es ist ein Fahrdienst organisiert. Jüngere Kinder werden in der Regel von der Schule abgeholt und am Nachmittag nach Hause gebracht. Ältere Kinder/Jugendliche kommen in der Regel selbständig in die Tagesgruppe. Für Freizeitunternehmungen steht der Gruppe ein Kleinbus zur Verfügung.
  • Bereitstellung von sachlichem Betreuungsaufwand wie Spiel-, Sport- und Bastelmaterialien, Werkzeuge, Schulmaterialien u.a.m.

Zusätzliche Leistungen

In Absprache mit den fallzuständigen MitarbeiterInnen des Jugendamtes können folgende zusätzliche Maßnahmen verabredet werden:

  • spezifische Lernförderung
  • Einzelintegrationsmaßnahme
  • regelmäßiger Fahrdienst von der Tagesgruppe zu einer weiteren Förder- oder Therapieeinrichtung
  • ambulante Betreuung des Kindes nach Beendigung der Maßnahme (Nachbetreuung)
  • eine fünftägige Ferienfreizeit der Tagesgruppe in den Sommerferien

 

Personelle Ausstattung

Pädagogik 1:1,4

Anteilig:

  • Leitung/Beratung
  • Verwaltung
  • Hauswirtschaft/Technischer Dienst
  • Alle Mitarbeiter/innen im Betreuungsdienst sind Fachkräfte (gem. Hessische Rahmenvereinbarung)

 

gesetzliche Grundlagen

die gesetzliche Grundlage für unsere Arbeit ist das SGB VIII § 27 ff. in Verbindung mit:

  • § 32 SGB VIII    Hilfe zur Erziehung – Erziehung in einer Tagesgruppe

 

Indikation

Aufnahme finden Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 12 Jahren, mit belastenden Lebens-erfahrungen und sozialen Entwicklungsdefiziten, bei denen eine ambulante Maßnahme nicht ausreicht und eine stationäre Betreuung nicht notwendig ist:

  • Kinder und Jugendliche, deren Mütter und/oder Väter aufgrund eigener Problemlagen in ihrer Erziehungskompetenz überfordert sind und Bereitschaft zur Veränderung mitbringen
  • Kinder und Jugendliche, die durch Erfahrungen von sozialen Ausgrenzungen und Benachteiligungen, den Auswirkungen interkultureller Konflikte auf das Familienleben oder emotionalen Mängellagen betroffen sind
  • Kinder und Jugendliche mit unangemessenen und ungünstigen sozialen Verhaltensweisen, die Fremd- und Selbstschädigungen bedingen, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung einschränken, hemmen oder einseitig ausrichten oder vorhandene Entwicklungsdefizite vergrößern können
  • Kinder und Jugendliche, mit schulischen Lern- und Leistungsproblemen sowie Schwierigkeiten, sich in die Schulklasse sozial zu integrieren

 

Ausschlusskriterien

  • Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen
  • Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden antisozialen Handlungsweisen, für die das Zusammenleben mit anderen Kindern und Jugendlichen in einer Tagesgruppe eine Überforderung darstellt, bzw. deren pädagogische Begleitung und Betreuung aufgrund der besonderen strukturellen Rahmenbedingungen einer sozialpädagogischen Tagesgruppenarbeit nicht ausreichend gewährleistet werden kann
  • Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden körperlichen und/oder geistigen Behinderungen
  • Beeinträchtigungen, die Barrierefreiheit erfordern

 

Ziele

  • die Verbesserung der familiären Situation eines Kindes durch die beratende und entlastende Begleitung der familiären Erziehung, sowie die Stärkung und Förderung vorhandener Erziehungskompetenzen bei Eltern, allein erziehenden Müttern und Vätern oder anderen Erziehungspersonen, um ihnen dabei zu helfen, ihre Erziehungsverantwortung zunehmend eigenständig wahrzunehmen
  • die Veränderung inadäquater Verhaltensmuster und die umfassende Begleitung und Förderung der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung in Richtung auf eine eigenständige, alltagskompetente und  sozialverantwortliche Lebensgestaltung
  • die Überwindung aktueller Entwicklungsrückstände der Kinder und Jugendlichen
  • eine adäquate schulische Förderung im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung
  • Integration in das vorhandene soziale Netzwerk unter Beachtung des Sozialraumes

Mitwirkung der Personensorgeberechtigten

  • Als teilstationäres Hilfeangebot ist die Tagesgruppenarbeit auf die Mitwirkung der Eltern am Erziehungsprozess angewiesen. Die Eltern sollten dazu bereit und in der Lage sein, die Arbeit der Tagesgruppe mit dem Kind im familiären Beziehungsfeld zu unterstützen bzw. die entsprechenden Beratungs-, Hilfe- und Beteiligungsangebote wahrzunehmen.

 

Räumlichkeiten und Umgebung

Einfamilienhaus, bestehend aus:

  • 2 Gruppen- und Essräumen
  • 1 Büroraum
  • 2 Spielzimmer
  • 2 Hausaufgabenräume
  • 1 Mal- und Bastelraum
  • 1 Küche
  • 1 Besprechungszimmer
  • 2 WCs
  • 2 Bäder
  • 1 Bad/WC
  • Kellerräume und Waschküche

Zusätzlich stehen die Turnhalle und der integrative Spielplatz auf dem Außengelände unserer Wohngruppen im Kolberger Weg zur Verfügung. Das Gelände ist fußläufig erreichbar.
 

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Anbieter:

Evangelische Kinder- und Jugend­hilfe in Bad Hom­burg

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